f Adamklissi - Ausgrabung

Ausgrabung






Die Überreste des Tropaeum Trai-ani wurden bereits von Reisenden im frühen 19. Jahrhundert er-wähnt. Die ersten Grabungen würde man heute vermutlich nicht als seriöse archäologische Untersuchungen bezeichnen. Systematische Feldforschungen, die man als wissenschaftlich fun-diert betrachten kann, setzten erst 1882 ein. Seitdem fanden Grabungskampagnen verschie-dener Forscher statt, wobei auch kleinere Maßnahmen wie z.B. Prüfgrabungen oder Geländebe-gehungen durchgeführt wurden.

Die Grabungstätigkeit des rumän-ischen Archäologen Tocilescu in Adamklissi zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er die Ausgra-bungen zur Erforschung des Tro-paeums äußerst systematisch durchführte und die aufgefunde-nen Objekte nach Fundniveaus getrennt registrieren ließ. Zudem ist ihm die Entdeckung einer großen Anzahl der Metopen zu verdanken, mit denen die Außen-wände des Monuments verkleidet waren.

Der Wiener Architekt Georg Nie-mann und der deutsche Archäo-loge Otto Benndorf (Abbildung) begleiteten und unterstützten Grigore G. Tocilescu bei der Durchführung seiner letzten Grabungskampagne. Zudem war Georg Niemann unter Anleitung von Tocilescu maßgeblich für die Rekonstruktion des Tropaeum Traiani verantwortlich. Seine zweite Rekonstruktionsvariante von 1898 diente späteren Forschern als Vorbild.

Die besonderen Verdienste von Florea B. Florescu bei der Erfor-schung des Siegesdenkmals wa-ren vor allem, dass er sich für die Kenntnis des architektonischen und dekorativen Aufbaus des Tropaeum Traiani einsetzte, indem er viele Fragmente des Baukörpers und des Dekors ent-weder direkt neben dem Monu-ment oder in der umliegenden Gegend ausfindig machen konnte.

Frühe Untersuchungen
(19. Jahrhundert)
Grigore G. Tocilescu
(1882–1890)
Georg Niemann & Otto Benndorf
(1890–1898)
Florea B. Florescu
(1956–1964)