Altar
Der Kalksteinaltar ist heute nur noch in kleinen Fragmenten erhalten. Auf den Stücken konnten die Namen und Herkunfts-bezeichnungen von ca. 70 Soldaten entziffert werden. Die Inschrift bezeichnet sie als „tapfere Männer, die für den Staat starben“, also während einer Schlacht fielen. Vermutlich existieren nur noch ca. 5 bis 10 % des ursprünglichen Altars, dessen Grundfläche ca. 16 qm betrug.
Zusammen mit dem Tumulus bildet der Altar ein einzigartiges Beispiel für ein offizielles und kollektives Denkmal für gefallene Soldaten. Wahrscheinlich wurden ihnen zu Ehren hier alljährlich Opferungen durchgeführt.
Nach der Inschrift folgt ein Register von ungefähr 3000 bis 4000 Soldaten, die für Rom ihr Leben ließen. Aufgrund des schlechten Erhaltungszustands ist es schwer, den Altar zu datieren. Allerdings liefert der in der Inschrift genannte Präfekt Cornelius Fuscus einen Hinweis: Vermutlich entstanden der Altar sowie der Tumulus nach seinem Tod in der verlustreichen Niederlage in den Dakerkriegen zwischen 87 und 89 n.Chr. unter Kaiser Domitian. Erst dessen Nachfolger Trajan konnte die Daker erfolgreich bekämpfen und ihr Territorium zur römischen Provinz Dacia machen.
Rekonstruktionsversuch des Altars nach ... (Umzeichnung Christian Grünert).

Rekonstruktionsversuch des Altars nach ... (Umzeichnung Christian Grünert).

Inschriftfragmente des Altars im Museum von Adamklissi (© Foto Polly Lohmann).

Inschriftfragmente des Altars (© Foto Polly Lohmann).