Municipium
In unmittelbarer Nähe des Siegesmonuments, des Altars und des Tumulus befand sich die Siedlung Tropaeum Traiani. Sie lag an einer Kreuzung von zwei strategisch wichtigen Verkehrs-achsen und wurde vermutlich unter Trajan gegründet oder zumindest neugegründet. Wann sie den Status Municipium verliehen bekam, ist nicht mit Sicherheit zu klären, vielleicht aber auch bereits in trajanischer Zeit. Die ersten größeren Ausgrabungen in der Siedlung wurden von Grigore Tocilescu zwischen 1891 und 1904 geleitet. Eine Inschrift (CIL III 12740), in der die Bewohner als Traianenses Tropaeenses erwähnt sind, ließ auf den antiken Namen Tropaeum Traiani schließen. Spätere Ausgrabungen legten mehrere Schichten Asche und Holzkohle frei. Sie verraten, dass es unter Septimius Severus im 3. Jh. n.Chr. zu schweren Bränden gekommen sein muss, worauf die Stadt erneuert wurde. Später führten Goteneinfälle zu Schäden. Unter Konstantin wurde die Stadt zwischen 313 und 316 n.Chr. neugegründet. Dabei wurden römische urba-nistische Konzepte mit den Ansprüchen einer christlichen Ge-meinde verbunden. In der Zeit Justinians wurde ein Bischofs-sitz errichtet, im 7. Jh. n.Chr. das Municipium endgültig zer-stört. Plan des Municipiums Tropaeum Traiani (nach <a href='literatur1.html'>Alexandru Barnea 1979</a>, 126 Abb. 23).

Plan des Municipiums Tropaeum Traiani (nach Alexandru Barnea 1979, 126 Abb. 23).