Strassen
Im Gebiet des Siegesmonuments und des Municipiums anhand von Satellitenaufnahmen und historischen Luftbildern mehrere römische Straßen nachgewiesen. Ihre genaue Datierung ist aufgrund der schlechten Erhaltung nicht zu klären, was der Bodenbeschaffenheit sowie modernen Überbauung geschuldet ist. Klar ist aber, dass das Straßennetz in der gesamten Provinz Moesia Inferior unter Trajans Nachfolgern immer dichter mit Straßen bebaut wurde, was römische Meilensteine zeigen. Wichtigste Fernstraße war die sog. Limesstraße entlang der Donau, die schon unter Kaiser Trajan nach der Erobe-rung Dakiens bis in das Donau-Delta im Osten verlängert wurde. Von dort führte eine zweite große Fernstraße entlang der Schwarz-meerküste nach Süden, Richtung Thrakien. Mit diesen beiden Fernstraßen war das Municipium über Binnenstraßen verbunden und lag strategisch günstig an der Kreuzung zweier Achsen: Eine West-Ost-Verbindung führte von Durostorum an der Donau (heute Silistra, Bulgarien) nach Tomis (heute Constanța, Rumänien) am Schwarzen Meer. Eine Nord-Süd-Verbindung führte von Noviodunum (Isaccea, Rumänien) nach Marcianopolis (Dewnja, Bulgarien). Das Sieges-denkmal konnte vom Municipium aus auf geradem Wege über eine Straße erreicht werden. Straßennetz (nach <a href='literatur1.html'>Adriana Panaite 2016</a>, 205 Abb. 2).

Straßennetz (nach Adriana Panaite 2016, 205 Abb. 2).