Tumulus
Als Tumulus wird ein ovaler oder rund aufgeschütteter Grabhügel bezeichnet. In seinem Inneren befindet sich die Grablege eines oder mehrerer Verstorbenen. Tumuli kamen als Bestattungsform sowohl bei den Etruskern als auch bei den Griechen und Römern vor.
Von dem Tumulus in Adamklissi hat sich kaum etwas erhalten. Er hatte einen Durchmesser von über 46 Metern. In seinem Inneren konnten vier konzentrische Wände aus lokalem Kalkstein nachge-wiesen werden, die einen mittig quadratisch eingefassten Raum einrahmen.
Sehr wahrscheinlich fand der Präfekt Cornelius Fuscus, Kommandant der Kaisergarde in Rom, in diesem Tumulus seine letzte Ruhestätte. Gesichert ist die Funktion des Baus jedoch nicht, da zu wenig erhalten ist.
Der Tumulus wurde wohl, wie der Gefallenenaltar, nach den Daker-kriegen Kaiser Domitians zwischen 87 und 89 n.Chr. errichtet. Dafür spricht seine Lage in unmittelbarer Nähe des Altars, den man am plausibelsten mit den Kampfhandlungen Domitians in Verbindung bringen kann.
Zeichnung des Tumulus (© Christian Grünert).

Zeichnung des Tumulus (© Christian Grünert).