Metopen

Motive:
Römische Soldaten
Dakische Kämpfer
Gemischte Kampfszenen
Nicht identifizierbar















Kopien in Heidelberg
<br>Metope 31: Neben Gruppen von Standartenträgern und Hornbläsern sind unter den römischen Soldaten auch Einzelpersonen und Zweiergruppen dargestellt. Ihnen scheint eine besondere Rolle zuzukommen. Auf dieser Metope sind zwei Römer in Tunika, mit Halskragen zu sehen. Die vom Betrachter aus linke Figur hält einen Kommandostab in der einen Hand und scheint mit der anderen etwas zu zeigen. Weil beide Figuren ihre Schwerter nur umhängen haben und zu sprechen scheinen, werden sie als Kaiser Trajan (links) und ein Stellvertreter oder Berater (rechts) gedeutet, ebenso wie auf Metope 48 und 49.<br>Inv.-Nr. 27 (© Foto Polly Lohmann). <br>Metope 45: Zwei Standartenträger mit Tunika und Halsbinde bewegen sich vom Betrachter aus nach rechts, in der Laufrichtung aller marschierenden römischen Soldaten am Tropaeum Traiani. Beide Figuren tragen ein Schwert (<i>gladius</i>) an ihrer linken Hüfte sowie knielange Hosen unter der Tunika und ledernde Marschsandalen, die <i>caliga</i>.<br>Inv.-Nr. 12345 (© Foto Polly Lohmann). <br>Metope 49: Wie auf Metope 31 und 48 sind hier vermutlich Kaiser Trajan und ein Stellvertreter zu sehen, wobei die vom Betrachter aus rechte Figur den Kaiser zeigt: Ihre Haare sind in der Stirn individuell gestaltet, im Gegensatz zu den gleichförmigen Frisurenschemata der anderen Römer. Trajan steht vorne und hatte seine rechte Hand (schlecht erhalten) erhoben, was auf eine Ansprache (<i>adlocutio</i>) an seine Soldaten hinweist. Auch hier trägt er Tunika, Schwert und einen Mantel.<br>Inv.-Nr. 14 (© Foto Polly Lohmann). <br>Metope 35: Dieses wilde Durcheinander von Körpern ist auf den ersten Blick schwer zu durchschauen. Im Zentrum steht ein nackter Daker, der getroffen kopfüber nach unten stürzt. In der rechten Bildecke lehnt sitzend ein zweiter verletzter Daker, und der abhackte Kopf eines dritten römischen Feindes ist am linken Bildrand zu erkennen. Alle drei tragen Bärte und langes Haar Die Metope zeigt eindrücklich die Gräuel der Kriegshandlungen, die freilich nur an den Gegnern demonstriert werden.<br>Inv.-Nr. 24 (© Foto Polly Lohmann).
<br>Metope 42: Eine vierköpfige dakische Familie bewegt sich auf einem Wagen fort, der von einem Rind gezogen wird. Auf der Wagenfläche sitzen links eine Frau und ein Kind sowie ein (älterer?) Mann einer Ganzkörperbekleidung. Ein zweiter Mann, mit nacktem Oberkörper, läuft neben dem Wagen her und scheint das Zugtier mit einem Stock anzutreiben. Die Familie führt eine viereckige hölzerne Truhe mit Metallbeschlägen auf dem Wagen mit; vermutlich sind sie mit Hab und Gut auf der Flucht vor den römischen Eroberern.<br>Inv.-Nr. 9 (© Foto Polly Lohmann). <br>Metope 51: Zwei Daker mit langen Bärten und enganliegenden kappen auf dem Kopf werden von einem Römer (in der Mitte) in Ketten abgeführt. Deutlich sichtbar ist die Metallkette in der Hand des Römers, mit der die beiden Daker gefesselt sind. Die Gefangenen tragen lange Hosen mit einem seitlich geschlitzten Gewand darüber. Auch auf der Trajanssäule tragen Daker solche Gewänder, deren Schlitz das Reiten erlaubte.<br>Inv.-Nr. 46 (© Foto Polly Lohmann).
<br>Metope 19: Ein Römer mit Ketten und Helm bekämpft zwei Daker, von denen einer bereits tot in der rechten Bildecke zusammengesunken ist. Der zweite hält noch sein Sichelschwert in der Hand, ist aber bereits mit seinem linken Bein eingeknickt: Sein römischer Gegner hat ihm das Schwert tief in die Schulter gerammt. Die nur mit Faltenhosen bekleideten Daker stehen bildlich in großem Kontrast zu dem mit voller Rüstung ausgestatteten Römer. <br>Inv.-Nr. 22 (© Foto Polly Lohmann). <br>Metope 21: Wieder ist ein einzelner Römer im Kampf gegen zwei Daker zu sehen, was seine kämpferische Überlegenheit trotz einer Überzahl an Gegnern demonstrieren soll. Mit langrechteckigem Schild, Helm und einem Schuppenpanzer, wohl einer <i>lorica plumata</i>, rückt der Römer vor. Seine Gegner tragen Faltenhosen, der stehende Daker auch ein faltiges Obergewand und ein Sichelschwert. Sein am Boden sitzender Gefährte hat eine Lanze und einen Haarknoten (<i>nodus</i>), weshalb er auch als Germane (Bastarner) gedeutet wurde, was sich aber nicht bestätigen lässt.<br>Inv.-Nr. 17 (© Foto Polly Lohmann). <br>Metope 28: Ein Reiter auf einem Pferd prescht mit wehendem Mantel im Galopp vor und trampelt einen dakischen Feind mit nacktem Oberkörper nieder. Aufgrund der rechteckigen Form in der linken unteren Ecke deutete Grigore G. Tocilescu die Figur als Reiterstandbild Kaiser Trajans auf einem Sockel. Florea B. Florescu vermutete dagegen, dass die Darstellung Trajans auf dem Pferd den Beginn des zweiten Dakerkrieges markierte. Es ist indes nicht sicher, ob das Tropaeum Traiani überhaupt beide dakischen Kriege in chronologischer Abfolge zeigte wie die Trajanssäule in Rom.<br>Inv.-Nr. 6 (© Foto Polly Lohmann). <br>Metope 34: Als einzige zeigt diese Metope einen dakischen Bogenschützen, der vom Betrachter aus oben rechts in einem Baum kauert. Er wird von einem Römer in Kettenhemd mit einer Lanze angegriffen. Im Vordergrund liegt ein getöteter Daker mit abgeschlagenem Kopf vor seinem ovalen Schild und Schwert. Seine Gliedmaßen sind unnatürlich verdreht, ein Arm und ein Bein weggebogen.<br>Inv.-Nr. 12345 (© Foto Polly Lohmann).
<br>Metope 43: Eine dakische Familie ist mit Wagen wird von einem römischen Soldaten angegriffen, der mit der Lanze auf einen seiner Gegner am Boden einsticht. Auf dem Wagen sitzt, hilflos oder angstvoll gestikulierend, eine Frau, vorne rechts im Bild ist ein fliehendes Kleinkind zu sehen. Die Metope verdeutlich damit die Leiden der Zivilbevölkerung, die auf Wägen flieht, wie auch auf den Metopen 40, 41 und 42.<br>Inv.-Nr. 35 (© Foto Polly Lohmann).